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IMG 3559Am 8. November 2018 fand im Mehrzweckraum eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms statt, an dem die 6. bis 8. Klassen teilnahmen. Die SchülerInnen der 7A haben dabei aus Reinhold Eckfelds Buch „Letzte Monate in Wien“ gelesen.

Reinhold Eckfeld, ehemaliger Schüler des G19, beschreibt darin, wie er als 17-Jähriger am Morgen des 10. November 1938 in der Nähe der Schule verhaftet, ins Polizeikommissariat Kreindlgasse abgeführt und später in die Polizeireithalle Pramergasse verschleppt wird.

Im australischen Internierungslager schrieb er 1940 seine Erinnerungen daran nieder. Reinhold Eckfeld gelangt es dabei mit der authentischen Schilderung seiner Erlebnisse, das hilflose Ausgeliefertsein, die vollkommene Entrechtung, die in der Nacht des Novemberpogroms herrschte, in Worte zu fassen, die einen auch heute nicht loslassen.

Reinhold Eckfeld, der im Vorjahr im 96. Lebensjahr in Australien in der Nähe von Melbourne verstorben ist, schickte 2013 eine Videogrußbotschaft, in der er sein weiteres Leben nach dem Novemberpogrom schildert. Diese wurde den SchülerInnen ebenfalls gezeigt. Daran anschließend besuchten die SchülervertreterInnen die im Text beschriebenen Orte, die alle in der Umgebung des G19 liegen.

 

Einige Reaktionen von SchülerInnen der 7.A:

 

„Weil wir die gleiche Schule besuchen wie einst Reinhold Eckfeld, kann ich mich sehr gut in die beschriebenen Geschehnisse, die in unmittelbarer Nähe zu unserer Schule stattgefunden haben, hineinversetzen. Umso größer ist mein Mitgefühl mit Eckfelds Schicksal und umso größer auch mein Entsetzen, wie die Leute einst auf unserer Schule behandelt wurden.“

                                                                                                        Adel J.

 

„Nachdem wir dann das Video von Reinhard Eckfeld gesehen hatten, war ich noch ein bisschen ergriffener und bedrückter [als nach der Lektüre des Buches]. Denn diese schrecklichen Ereignisse mit einer bestimmten Persönlichkeit zu verbinden und ein Gesicht vor Augen zu haben, ist noch mitreißender.“

                                                                                                        Teresa F.

 

„Es war eine berührende Stunde, die zum Nachdenken anregte.“

                                                                                                        Marie E.

 

„Ich fand vor allem den Rundgang, welchen wir gemacht haben, sehr gut, denn so wurde für mich eine gute Verknüpfung zur heutigen Zeit hergestellt, und ich konnte die damalige Situation von Reinhold Eckfeld besser verstehen.“

                                                                                                        Victoria A.

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