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2016005So wie im Vorjahr besuchte in diesem Schuljahr der ZeitzeugInnen das G19. Den Anfang machte Alois Kaufmann, ein Überlebender der Kindereuthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“. Er sprach am 26. April 2016 im Rahmen der „Aktionstage Politische Bildung“ auf Initiative von www.erinnern.at zu den SchülerInnen Unverbindlichen Übung Politische Bildung der 4. Klassen und vor zwei Schweizer Schulklassen sowie zwei weiteren Klassen aus Wiener Schulen.

 

 

Alois Kaufmann wurde 1934 in Graz geboren und von seiner Mutter zunächst zu Pflegeeltern gegeben. Mit vier Jahren kam er zu einer Verwandten seines Vaters nach Wien. 1943 wurde er in die Kinderübernahmestelle eingewiesen und von dort an das "Wiener Städtische Erziehungsheim" auf dem "Spiegelgrund" überwiesen, wo er bis April 1945 bleiben musste. Seine Kindheitserlebnisse in dieser NS-Euthanasieanstalt haben ihn nie wieder losgelassen. Seit den 1980er Jahren arbeitet er daran, dass die Geschichte der Kinder vom "Spiegelgrund" nicht im Vergessen verschwindet.

Herr Kaufmann, einer der wenigen Überlebenden der Kindereuthanasieanstalt „Am Spiegelgrund“ (heute „Psychiatrisches Krankenhaus Baumgartner Höhe“), berichtete von seinen traumatischen Erfahrungen als Neun- bis Elfjähriger in dieser Anstalt.
Am „Spiegelgrund“ wurden bis 1945 über 800 Kinder ermordet.

 

Am 4. Mai. 2016 besuchten Käthe Sasso und Rudolf Gelbard das G19 und sprachen vor den SchülerInnen der 7A und 7B. Rudolf Gelbard, ein Überlebender des KZ Theresienstadt sprach dabei seine aktuellen großen Sorgen wegen der steigenden Anzahl von rechtsextremen Straftaten aus. Käthe Sasso berichtete von ihrer Zeit als politische Widerstandskämpferin, die sie in verschiedenen Wiener Gefängnissen und im KZ Ravensbrück zubringen musste.