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thumb was geht abIm Rahmen des Unterrichtes der 1A im Technischen Werken fanden drei Wochen vor Schulschluss noch ein Workshop und ein zweiter in der letzten Schulwoche statt. Hier noch ein Bericht von Landschaftsplanerin DI Mira Kirchner, die den Workshop leitete und ein paar Fotos dazu.

 Projektverlauf

  1. 1.Kurzbeschreibung

Der Fokus wurde bei diesem Projekt „Schulumfeld Cottageviertel 1190“ auf die Themen Architektur, Freiraumplanung und Stadtgestaltung gelegt. Im Mittelpunkt des Projekts standen Workshops zur Vermittlung von Kenntnissen über öffentliche Stadträume in Wien. Auch die verschiedenen Nutzungsansprüche und Raumqualitäten der städtischen Gesellschaften waren Themenpunkte, welche anhand von Karten- bzw. Planmaterial reflektiert wurden. Ziel des Projektes war es, die Schüler/innen für aktive Mobilität, insbesondere für Spaziergänge und Radtouren zu animieren und ihre Begeisterung dafür zu steigern. Praxisnahes Arbeiten war in diesem Projekt vorrangig, auch das Reflektieren in Dialogen wurde gemeinsam durchgeführt.

  1. 2.Projektverlauf

Kern des Projekts bildeten die Workshops „Mapping. Meine Schulumfeld-Bestandserhebung“ und „Innovationen für mein Schulumfeld“, die von der Expertin Mira Kirchner von „MK Landschaftsarchitektur“ geleitet wurden. Der Kooperationszuschuss wurde als Aufwandsentschädigung für die Expertin verwendet und inkludieren den Aufwand für Honorar, Reise- bzw. Materialkosten.

1. Workshop zum „Mapping. Meine Schulumfeld-Bestandserhebung“

Zum Beginn wurde die Einstiegsfrage „Was ist für dich der Stadtraum?“ an die SchülerInnen gestellt und mittels Kärtchen gezeichnet und beschrieben. Häuser, viele Menschen, auch Stadtgrün, vor allem Bäume und Spielmöglichkeiten, dazu ergänzend wurde die Mobilität mit dem Sicherheitsaspekt (es gab unlängst ein Sicherheitstraining) genannt und trugen zu einem stimmigen Gesamtbild bei. Darauf wurden anhand von Fotos die Unterscheidung zwischen öffentlichen – teil öffentlichen und privaten Freiräumen geübt und Nutzungsmöglichkeiten für die Grünräume gesammelt. Ausruhen, entspannen, spielen und spazieren gehen wurden am häufigsten genannt. Im Zuge des Workshops setzten sich die Schüler/innen mit ihren eigenen Bedürfnissen hinsichtlich des öffentlichen Raumes auseinander. Dazu wurde das Logbuch ausgefüllt.

Nach einer Pause fand eine Begehung und Kartierung mit sozialen und technischen Schwerpunkten in zwei Gruppen im Schulumfeld statt: es wurden Bedeutungsräume als „Hot Spots“ für die SchülerInnen im nahen Schulumfeld aufgenommen. Zwei Schulvorplätze, ein Vorplatz vor dem Studentenheim und Haltestellen wurden kartiert und ein technisches Profil fertig gezeichnet, dazu die Dimensionen und die Beschriftung vervollständigt. Dazu wurden Kriterien zum Raumbedarf der FußgängerInnen und zur Verkehrssicherheit beim Fußgängerübergang bei der Schule gemeinsam erarbeitet. In der Klasse fand ein Resümee der beiden Gruppen statt und zum Abschluss gab es eine Feedback-Frage zum Beantworten.

Abb. 1: Ergebnisse zu „Was bedeutet Stadt für Dich?“ und „Nutzungen im Freiraum"

  1. Workshop „Innovationen für mein Schulumfeld“

Zu Beginn haben die SchülerInnen zur Wiederholung die Inhalte des letzten Workshops in einem Brainstorming auf einem Poster zusammengetragen zu den Fragen „Was weiß ich noch? Was hat mich besonders interessiert?“ und diskutiert. Anschließend haben sie den Fragebogen über die Inhalte des letzten Workshops im Logbuch ausgefüllt. Sie zeichneten im Weiteren ihre reale Lieblingsstraße und die gelungensten Zeichnungen wurden von den beiden LehrerInnen ausgewählt. Die meisten Lieblingsstraßen sind Straßen, in denen die SchülerInnen wohnen oder diejenige, die in ihrem Wohnumfeld liegen.

Foresight-Prozess Vision 1 Wien 2118   

In mehreren Gruppen arbeiteten die SchülerInnen am Entwurf zukünftiger urbanen Landschaften auf der strategischen Ebene. Impulsgebend wurde über die aktuellen technologischen Entwicklungen, die die Zukunft prägen werden, diskutiert. Der Einsatz von Robotern, das autonome Fahren und die Digitalisierung in allen Lebensbereichen beeinflussen auch die Gestalt der Stadt und das künftige Stadtleben, - dazu wurden Visionsbilder entworfen und von jedem Schüler, jeder Schülerin im Plenum in einer moderierten Präsentation vorgestellt. Die Fragen „Wie kann der Alltag in der Stadt 2 118 aussehen? Was ist neu, was bleibt? Wie soll sich die Stadt Wien weiterentwickeln? Was soll sie auf keinen Fall?“ wurden im nächsten Schritt im Logbuch individuell ausgearbeitet. Die Ergebnisse beruhten auf der Entwicklung der neuen Technologien. Neue Verkehrsmittel wurden konzipiert wie auch neue Formen zur Überwindung des Raums wurden vorgeschlagen. Die Stadt wurde in Folge zum einen als menschleer beschrieben, da das Zu-Fuß-Gehen überflüssig würde, da die Erledigungsarbeit von Robotern verrichtet würde. In anderen Visionskonzepten wären die Straßenräume überfüllt, da sich nicht alle Menschen neue Technologien leisten würden. Andere Visionen beschäftigten sich mit neuen Lernformen, neuen Tierrassen und Untergangsszenarien.

 

Foresight-Prozess Vision 2 Straßenraum im Schulumfeld    
Die SchülerInnen arbeiteten im Weiteren an der Gestaltung des engeren Schulumfeldes. Es wurde angenommen, dass alle Straßen stillgelegt und für die SchülerInnen des G19 zur Verfügung gestellt werden. Gemeinsam wurde nach neuen Nutzungsmöglichkeiten gesucht: Anhand der angefertigten, individuellen Aktivitätskarten wurden die Gruppen gebildet. Auf der operativen Ebene erarbeiteten die SchülerInnen in Gruppen ihre Entwürfe entlang der Fragen „Welche Konzepte stehen dahinter? Welche Wünsche habe ich dazu? Kann ich auch meine Bedürfnisse in das Konzept einbringen?“. Die Verortung und Verbindung der unterschiedlichen Aktivitäten zu einem ganzheitlichen Konzept gelang einigen Gruppen. Die Konzepte u.a. der Grünen Stadt, der Wasserstraßen und das Sportband, der Partymeile, des Trampolinparks waren schlüssig. Abschließend präsentierten die Schüler, die Schülerinnen ihre Entwürfe im Plenum.

 

  1. Ergebnisse und Reflexion
  • Bewusstseinsbildung hinsichtlich Stadtgestaltung, Planungsprozessen und öffentlichem Freiraum hat stattgefunden.
  • Schüler/innen haben Kompetenzen zu Planungsdisziplinen, zur Partizipation sowie Kooperation und Kommunikation sowie zur Kreativität erworben.
  • Mitwirkung bei stadtgestalterischen Partizipationsprozessen als eigenverantwortliche/r Bürger/in ist in Zukunft durch die in den Workshops erworbenen Kompetenzen möglich.
  • Durch die gemeinsame Gestaltung eines Straßenprofils konnten planzeichnerische Fähigkeiten erworben werden.
  • Die Raumwahrnehmung und das Raumverständnis wurden durch das Projekt vertieft.
  • Gruppenbildung konnte anhand von verschieden durchgeführter Lehrmethoden gefördert werden.

 

 

 

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