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MauthausenDie Klassen der 4A und 4C besuchten am 10.04.18 die Gedenkstätte Mauthausen und verbrachten den Tag damit, sich intensiv mit diesem bedeutenden historischen Ort auseinanderzusetzten. Da sich der Holocaust nicht auf ein bloßes geschichtliches Ereignis reduzieren lässt, welches längst vergangen ist, sondern bis heute als abgeschwächtes Schema für viele Probleme von Asyl, Flucht, Genozid oder etwa dem Verhältnis von Mehrheit und Minderheit erkennbar bleibt, war neben der Vermittlung von kognitiven Wissen auch die unmittelbare Spurensuche an einem der Orte des nationalsozialistischen Verbrechens ein besonderes schulisches Anliegen. Natürlich sind solche Vergleiche aber nur dann sinnvoll, wenn sie mit ihrem jeweiligen historischen Kontext vermittelt werden und nicht zu einer Gleichsetzung führen, welche die Gefahr einer Verharmlosung des Holocaust bergen würde. Deshalb verfassten beide Klassen eine Reflexion im Zuge der Exkursionsnachbearbeitung und fragten sich selbstkritisch, wie sinnvoll es für ihre aktuelle Lebenssituation war, einen Ort wie die Gedenkstätte in Mauthausen besucht zu haben:

 

Kreuz Konstantin 4A:

Ich glaube, dass es für mich wichtig war in Mauthausen gewesen zu sein. Ich kenne ja bereits viele Bilder von dem KZ, aber dieser Ausflug war dann doch in einer ganz anderen Dimension. (…) Ich bin, wenn ich ehrlich sein soll, froh dort gewesen zu sein, obwohl es sich natürlich um einen schrecklichen Ort handelt. Ich habe jetzt einen Eindruck der NS- Zeit, den ich nie wieder vergessen werde.

 

Alysha Bauer 4A:

Viele unschuldige Menschen wurden in dem KZ zu Tode gequält. Häufig machen Jugendliche ohne Hintergedanken Witze über die damalige Zeit. Es war gut sich das KZ anzuschauen, da einem jetzt vor Augen geführt worden ist, dass so etwas in keiner Hinsicht lustig ist.

 

Georg Lucan 4A:

Ich glaube, dass es auf jeden Fall gut war, dass wir im KZ-Mauthausen waren, weil es die Situation einfach so viel besser veranschaulicht. Mir ist erst dort klar geworden, dass alle Texte und Quellen solche Lager nicht beschreiben können. Gaskammer und Verbrennungsöfen waren für mich bis dahin nur schwer vorstellbar. Spätestens im „Raum der Namen“ muss einem klar werden, wie schrecklich diese Zeit war.

 

Matheus Verweijen 4C:

Ich fand die Exkursion wirklich sehr spannend. Außerdem war es emotional berührend. Am schlimmsten fand ich den Gang mit den Verbrennungsöfen, sowie die „Halle der Namen“ all derer, welche durch Gas, schwere Arbeit oder einfach mangelhaftem Essen verstorben sind.

 

(Auf Fotos wurde bewusst verzichtet, um das Leid der Opfer in den Mittelpunkt der Exkursion zu stellen und sich dementsprechend keiner Ablenkung hinzugeben.)