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Mandala 2015 8Das was über unsere menschlichen Erfahrungen und über das, was wir sinnlich erfassen können, hinausgeht, das was wir nicht bis ins Letzte beschreiben können (die Transzendenz) stellt uns oft vor Fragen. Es sind die großen Fragen des Lebens, die uns begleiten und letztendlich auf die große „Wozu-Frage“ unseres Lebens hinauslaufen. Jeder Mensch denkt anders darüber nach, jeder Mensch stellt sie sich in anderer Form, mit anderem Fokus und zu einer anderen Zeit. Sich diesen Fragen aber zu stellen und sie nicht zu ignorieren, sich von ihrer nicht abschließbaren Beantwortungsmöglichkeit nicht abschrecken zu lassen, darüber gemeinsam und alleine nachzudenken, das ist Teil unseres Lebens.

Der Text von Alysha Bauer aus der 5A macht Platz für die Transzendenz, für das Unverfügbare. Er gibt einen Einblick in die für sie gerade wichtigen großen Fragen und lädt uns ein, selbst darüber nachzudenken.

 

Ich denke:

Ich bin ein Mensch, oder glaube ich das nur?

Auf jeden Fall bin ich in einem Zimmer.

Das Zimmer ist in einem Gebäude.

Ich bin in Wien.

Ich bin in Österreich.

Ich bin in Europa.

Ich bin auf der Erde.

Die Erde ist im Universum.

Das Universum ist wo?

Wo ist das Universum?

Was ist nach dem Universum?

Ich gehe zurück zur Erde.

Ich bin wieder auf der Erde.

In Afrika ist eine Hütte.

In der Hütte ist ein Mensch.

In der Hütte ist ein hungriger Mensch.

Der Mensch ist abgemagert.

Die Muskeln sind schlaff.

Die Knochen können sich nicht weiterentwickeln.

Wieso existiert der Mensch, wenn er keine Überlebenschance hat?

Wieso existiere ich?

Wieso existieren wir Menschen an einem Ort, den wir nicht genau kennen?

-von Alysha Bauer, 5A

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